

2005 PRESS RELEASE IN GERMAN
Hochsommer 2005... (HIGH PULSE release 002)
Ganz Berlin trägt pink, türkis und mintgrün und surft auf der perfekten neuen deutschen Welle. Ganz Berlin? Eine kleine, eingeschworene Bruderschaft von Trommel-und-Bass Soldaten leistet Widerstand und bricht die anhaltende musikalische Lethargie unter dem Banner des "Amen"-Breaks. Das Kommando HIGH PULSE, an der vordersten Front befehligt von General DOSE D, Veteran der Dschungelkriege der frühen Neunziger, kämpft sich durch die grüne Hölle und choppt die Breakbeats mit der Machete. Und zwar solange, bis die rohen Schnittflächen stumpf glänzen und perfekt ineinander haken. Er wird geschält, geschliffen und poliert, nur ein wenig, an der Oberfläche, darunter bleibts schön dreckig, denn schliesslich ist er zurück in den klebrigen Strassen der Bundeshauptstadt. Der Maschinen-Funk.
Nach der letztjährigen Eröffnungsoffensive und dem darauf folgendem, anhaltendem Beschuss in den Berliner Clubs liegt nun mit der Laufnummer 002 der Nachschlag vor. Wobei man SCHLAG gross schreiben sollte. Ladies and Gentlemen, es geht zur Sache - zwei neue Brandbomben sind im Briefkasten.
"SOULFIRE" eröffnet mit eiskalten Synth Stabs, während ein Echolot die Tiefen des Raumes ausmisst und den Tune langsam in einen immer noch leicht unterkühlten Roller inklusive Unterwasser-Feeling gleiten lässt. Dazu trudelt ein kräftiger Boa-Constrictor-Würgebass der alten Schule immer enger im Kreis um James Brown und Chuck D, die krampfhaft versuchen, den Kopf über Wasser zu halten. Keine Angst - alles wird gut, eine warme Pazifikströmung schwappt aus Richtung Kingston an die Spree und umwickelt alles mit einem dicken grünen Teppich. Jah jah is coming indeed. Bring down Babylon!
Nun bitte kurz festhalten, es wird etwas ungemütlicher. Liegt wohl an der schweren Brise auf der Flipside. Oder auch: Weisses Rauschen, denn es wird zunehmend paranoider. Die ersten Palmen knicken schon weg, noch bevor "SCHWARZE PUPPEN" am Ufer gesichtet werden, kongenial rezitiert von dem Ungeheuer und Seelenfresser persönlich. Kinski lebt, und sein Schmerz und sein Wahnsinn ätzen sich durch den ganzen Track. Bis auf die Knochen, die frisch aus einer Grabschändung in Rotterdam zu stammen scheinen. Unnötig zu erwähnen, dass es natürlich trotzdem tanzt. Das Skelett.
So sind auch diese Schlachten gewonnen, doch der Krieg geht weiter...SUPPORT YOUR LOCAL WARLORDS!!!